Dienstag, 3. Oktober 2017

Gedanken zum 3.10.2017

Hallo Ihr Lieben,

heute ist der 3.10.2017 und in Deutschland ist das ein Festtag und Feiertag, denn heute feiern wir die Einheit.

Doch was bedeutet Einheit? Was bedeutet Freiheit? Was bedeutet Einigkeit?

Für mich ist dieser Tag ein Tag wo ich zurückblicken kann, auf einen Tag, an den ich mich selbst nicht erinnern kann. Denn ich war damals erst 7 Jahre alt und hatte dann doch andere Gedanken im Kopf. Ich glaube ich bin sogar im Land der Träume gewesen, als die Mauer gefallen ist.
Ich kann mich aber erinnern, dass ich damals mit meiner Tagesmama in die DDR fuhr, und dort war es für mich wie in einem fremden Land, alles war grau in grau, die Kuscheltiere sahen anders aus, als im Westen und irgendwie war es auch besonders. Ich war fünf Jahre alt, als ich mit Kathrin und ihren zwei Söhnen für gefühlt eine Woche nach drüben gereist bin. Meine Mutter musste ziemlich viele Papiere ausfüllen, doch ich hatte das damals gar nicht richtig verstanden, warum das so gemacht worden ist, ist ja klar, ich war fünf Jahre alt.

Als die Mauer fiel bekam ich davon nicht viel mit und richtig bewusst wurde mir das ganze wohl erst als ich Volljährig war und Freunde fand, die auch in Hof in Bayern, also  nicht weit von der Grenze entfernt wohnen und von der Zeit erzählen, wie die Autos in einem Konvoi vorbei fuhren und sich die ersten Kassettenrekorder kauften. Also wirklich besonders.

Doch was hat das mit mir heute zutun? Eigentlich nichts mehr. Dennoch bin ich dankbar um die Freiheit und Einigkeit und Wiedervereinigung.
Freiheit = ich kann tuen was auch immer ich mag, solange es meinen Mitmenschen nicht belastet, ihn nicht stört, ich ihm nicht zu nahe komme. Aber ich darf mich nach dem Grundgesetz bewegen wo immer ich auch hin möchte.
Einigkeit = Obwohl es so viele Stimmen und Gedanken gibt, so kann man sich doch in der Mitte meist treffen und sich einigen, was für ein kostbares Geschenk und das ohne das man sich bekriegen muss oder eigentlich Angst haben muss.
Recht = Das Recht ist in Ost und West zumindest zu Teil gleich. Noch ist nicht alles perfekt, auch nicht nach 27 Jahren, die Rente und andere Dinge sind nicht ausgeglichen und da muss man noch etwas tun, aber dennoch gilt das gleiche Recht. Wir werden nicht mehr so bespitzelt wie es einst der Fall war, Religionsfreiheit ist gegeben, und viele andere kostbare Punkte.

Warum ich euch das schreibe?
Ich wünsche mir einfach das wir wieder lernen dankbar zu sein für die Dinge die wir heute haben. Denn das ist nicht selbstverständlich. Aber auch damit wir zurückblicken und versuchen die Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Bücher zu diesem Thema:
Nachdem ich ja auch ein Bücherblog bin, habe ich mich gefragt gibt es Bücher zu diesem Thema? Ich hab euch mal zwei Bücher heraus gesucht, die mit dem Thema etwas zutun haben, es gibt aber ganz viele andere tolle Bücher zu diesem Thema.

Coverbild Tonspur - Wie ich die Welt von gestern verließ von Olaf Hintze| Susanne Krones, ISBN-978-3-423-42212-3Olaf Hintze hatte den Mut, sein Land zu verlassen. Damals war er 25 und die Flucht aus der DDR noch immer mit Lebensgefahr verbunden.
Wenn ihr vom dtv Verlag noch mehr Bücher entdecken möchtet -> Link









Paul ist am Boden zerstört: Seine Eltern wurden nach einem Fluchtversuch von der Bundesrepublik freigekauft und beginnen in West-Berlin ein neues Leben – ohne ihn. Er darf die DDR nicht verlassen und ob er seine Eltern je wiedersehen wird, ist ungewiss. Halt geben ihm Oma und Onkel Henri – und seit kurzem seine Klassenkameradin Millie, die ohne Mutter beim Vater lebt. Eines Abends besuchen die beiden Onkel Henri im Pergamonmuseum, der dort als Nachtwächter arbeitet. Als sie in den Sälen unerklärliche Geräusche hören, forschen Paul und Millie auf eigene Faust nach und geraten in eine gefährliche Geschichte ... -> Link



Copyright der Cover liegt bei den jeweiligen Verlagen!

Kennt ihr denn Bücher die um diese Zeit handeln und könnt ihr das ein oder andere empfehlen?

Ich hoffe das euch der Tag nicht nur egal ist, sondern das auch ihr dankbar über diese Zeit sein könnt, in der wir heute leben.
Nehmt das Fremde an, auch wenn es nicht einfach ist.
Nehmt euch einander an, auch wenn jeder von uns so Stacheln hat, die manchmal picksen können.
Nehmt auch das andersartige an, denn wenn wir alle gleich wären, wäre das doch sehr langweilig.

Danke Deutschland das du seit 27 Jahren wieder ein Deutschland bist, und das du Menschen aufnimmst, die unsere Hilfe brauchen.

Eure Nicole Katharina



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Hi
Danke das du mir ein paar Gedanken da gelassen hast. Sie werden jedoch erst noch freigeschaltet.
Bei nächster Gelegenheit komme ich dich auch besuchen und werde dir auch einen Kommentar hinterlassen. Fragen beantworte ich dir dann dort auch sehr gerne 😃.
Einen ganz lieben Gruß
Nicole